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die Bilder der Juni-Session sind in der Galerie auf der Seite der Kattwinkelschen Fabrik zu finden.
4. Dezember 2009
4. Muddy Water Bluesnight
Statt des üblichen Berichtes einfach ein paar Kommentare:
"Der Abend im KATT hat mir sehr gut gefallen. Leider musste ich viel zu früh gehen. Schade!!!"
Joe Blues
"Das war ein super Abend gestern! Danke nochmal dafür, dass wir ein schönes Set spielen durften. Super Stimmung im Publikum. Mit Catering im Backstagebereich verwöhnt. Also, großes Lob an Dich, dass Du sowas auf die Beine stellst!"
YYme
"Ich wollte Dir noch mal eben kurz und schmerzlos meine Anerkennung und den Dank für die Organisation der ganzen Muddy-Party aussprechen.... Die Bandauswahl, die Du getroffen hast, war schon gut gelungen, meinte auch unser Bassmann Udo Wehr. Der ist bei so Events immer einer von der kritischen Sorte. Er hat viel mitgehört und war ganz begeistert."
Overback Bluesband
Super Veranstaltung! Wir haben sehr gerne gespielt UND hoffen, dass wir nicht ZU experimentell für das Publikum waren. BESTE WÜNSCHE UND EIN GROSSES DANKESCHÖN!!!
Shu Sugar Becker
Andrés Montano - vocals, guitars
Darius Hennal – guitars
Bo Kirsch – drums
Steffi Hommes – bass
Special Guest: Walter Schubert! - piano
Wenn das keine Session war, dann weiß ich's nicht.
Der Report besteht überwiegend aus „Zitaten“ von Gästen, die mir diesen ‚Zitatklau‘ (aus www.bluesforum.de) hoffentlich nachsehen.
„ne gute openerband, die um bass -steffi herum wirklich feeling, manchmal jazzrockartig, vermittelte. kompliment!“ Weil Darius im Stau steckte, fingen Squarehead erst mit 40 minuten Verspätung an. Diese Zeit wurde mit Improvisationen überbrückt, bei denen sich Walter Schubert am Piano und Bo Kirsch an den Drums spontan verliebten. Als die Opener dann endlich anfingen, kam Walter aus der Nummer nicht mehr raus mit der Folge, dass er nun wohl die Truppe am Piano auch in der nahen Zukunft ergänzt, zumindest auf der Bluesnight am 4.12.! So muss das sein!
„Dann das erste session-set, in dem drei gitarristen (Heinz aus Düren, Jan Schwarte und Jürgen Wehmeyer) auf der bühne standen mit unbekanntem Basser und Drummer“, sowie Wolfgang Sass an der Harp. Bei vier Soloinstrumenten war die Verteilung manchmal schwierig, die Jungs haben das aber kollegial gelöst und in Anbetracht der vielen anwesenden Musiker sehr fair nach 3 guten Songs, geführt von Jürgen Wehmeyer, die Bühne an das nächste Set weitergereicht.
„dann, wirklich entspannend: ein gutgelaunter peter driessen im verbund mit tommes (overback blues band), mic und ecke (universalgenies) sowie einem mir unbekannten Drummer rockten die bühne. ..das war zweifellos die beste Formation des Abends und als unterstützung der juristisch gebildete harper wolfgang...klasse“.
Ein Gitarrist hieß Heinz und kam aus Düren und war das erste mal da, der Drummer war niemand geringerer als Klaus Schröder, seines Zeichens Organisator der ausgezeichneten Blues Session an der Bochumer Uni und (auch dort punktgenauer) Drummer der GREND ALL STARS. Dann kam noch Stephan Neetenbeck mit dem Versuch eines Trios, bei dem ich Orgel und mit der linken Hand Bass spielte (was mir nicht sonderlich gut gelingt, weil ich die Linke eigentlich lieber an den Zugriegeln der Hammond spielen lasse, da muss ich mir nicht so viele Töne merken) mit Drummer Uli (genau, mit einem *l*) und Antek the guitar and video man mit nochmal Wolfgang Sass, und Blues Engin von groove-engine (booh, ey) aus Düsseldorf, das Set war richtig gut und ging dann noch bis halb eins, ich war nach Abbau und Absacker um halb zwei zu Hause.
„Mir hat das auch großen Spaß gemacht, ich fand's auch toll, dass wir am Ende einfach durchgetauscht haben - lebendige Session! Ich fände es super, wenn man das viel früher am Abend beginnen könnte.
- und dann gaben sich ja noch Ecke, Heinz, Engin, Wolfgang, Anton (1000 Dank für die Amp-Leihgabe), Steffi & Simon Mikros, Sticks und Klinkenstecker in die Hände.
Peter hat mal wieder einen tollen Set mit für ihn ungewöhnlich schneidendem Ton (kam aber gut!) gespielt. Chapeau!“
Ich freue mich sehr, dass mittlerweile immer mehr Musiker auch aus dem Kölner Raum und dem Ruhrgebiet kommen. Wär schön, wenn die aus dem Ruhrgebiet dann auch mal noch'n Stück weiter nach Köln auf die Sessions im Monheimer Hof, der Schiffsbrücke oder in Frechen's Einstein fahren, Topos in Lev nicht zu vergessen, und die aus Köln mal mindestens nach Bochum in die Uni oder nach Essen ins GREND fahren.
Also eigentlich war es 'ne richtig gute Session zum Abschluss des Jahres... aber urteilt selbst und ladet Euch die soundfiles runter.
Alles in allem, viel Publikum, viele hochkarätige Musiker, viel Spaß, ich habe viel gelernt und werde im nächsten Jahr einiges davon umsetzen - und denkt dran: am 4. Dezember ist Bluesnight in Wermelskirchen!!!
http://www.bluesengine.de
Und an dieser Stelle schon mal der Hinweis:
Die Session in der Katt ist für das nächste Jahr KOMPLETT mit Openern ausgebucht . Deswegen wird die erste Session im Januar gleich mit zwei hochkarätigen Openern beginnen:
„Almost Three“ – Lockerer Power Blues (jou das geht)
Und die
“DLF-Rockers” eine Mini-Big-Band um Heinz-Bernd Hövelmann
DLF – weil sie alle beim Deutschlandfunk arbeiten.
Also dann bis dann!
Mic
Joe Blues – Git, voc
Ekke - Bass
Lothar - Drums
Frank - Sax
Gast: Mic - Org
Joe ‚Blues‘ konnte sich über ein volles Haus freuen und begann pünktlich mit seinem gut ausgewogenen Set von Chicago und Classic Blues mit Gast Mic an der Hammond. Seine Bühnenerfahrung , gepaar mit der Spielfreude der Band, brachte solide und unaufgeregt aber leidenschaftlich pures Blueserlebnis auf die Bühne und ins Publikum. Da hatten sich gegen Ende des Opener Sets zahlreiche Musiker eingefunden, die dann für eine abwechslungsreiche Session sorgten. AIBB Ulli (voc, harp), Antek (git), Jan Schwarte (git), Manfred Isenberg (Sax), Antonio Laurito (Sax) und nicht zuletzt Stephan Neetenbeck (voc/git) und viele andere boten, meistens unterstützt von Mic am Piano oder Hammond, in Ermangelung eines Bassisten manchmal auch mit der linken Basshand, viel Musik bis zur vorgerückten Stunde.
Macht Euch selbst ein Bild davon, ladet Euch die Mitschnitte runter, dann brauchen wir hier nicht soviel zu schreiben.
-dx
Klaus Stachuletz
Uli Spohrmann
War da 'ne Session? Nicht so richtig, aber es war ein gelungener, unaufgeregter, entspannter Blues-Abend, den Dr. MOJO mit ihrem „Seele-baumeln-lassen-Feeling“ von Anfang an prägte. Professionell, witzig, mit nicht zu langen, aber schon gar nicht langweiligen, Textüberleitungen kamen die manchmal etwas ‚weichgespülten’ Blues-Songs über die bei der moderaten Lautstärke gut eingestellte Katt-Anlage ins Ohr des zahlreichen Publikums. Das dankte es den beiden mit einem gut gefüllten „Hut. Auch Wirt Lothar war dankbar, hatte er doch bei einer der letzten Veranstaltungen Ärger mit Nachbarn bekommen wegen der Lautstärke.
Ja, dann gab’s eine Session – nach Intro von Walter Schubert am piano, das diesmal auch laut genug war, um das folgende Session-Set zu unterstützen, enterten Peter Driessen, Jan Schwarte, Michael Regenbrecht (Bass), Michael ? (Schlagzeug) die Bühne und lieferten drei/vier Blues-Knaller ab – die Stimme von Peter ist immer wieder eine Offenbarung – bei der anfangs die beiden hervorragend gespielten E-Gitarren leider den Rest der Band übertönten. Nach leiser verbaler Korrektur von Mic war dann auch dieser Teil perfekt. Nur schade, dass der Drummer nicht so lange bleiben konnte. Die Drums übernahm Mic (der seine Orgel ob des zu erwartenden Unplugged Ambientes zu Hause gelassen hatte) ohne Stöcke. Das musste Reiner ‚Clue’ natürlich in drei ausgewählten Bildern festhalten… Nach zwei Stücken hatte Uli Spohrmann Erbarmen und gab Mic zwei kleine Holzschlegel (ca. 20 cm lang) die den Eindruck erweckten, dass damit schon mal jemand Robert Johnson auf seiner Terassenbrüstung begleitet hätte. Das Schlagzeugspiel wurde zwar dadurch nicht besser, aber Mic’s Orgelhände wurden geschont. Antek übernahm für die letzten drei Stücke die Gitarre von Jan Schwarte.
Damit war die Session mangels weiterer Musiker gelaufen, und es war Raum für eine Premiere. Udo Marx und Ulrike Behringer kamen als ‚Two on Cue’ auf die Bühne und lieferten eine halbe Stunde ‚Blues-Kaberett. Ulrike als Jazz-Diva, der für ihren ersten Auftritt nach Antrag auf Berufsförderung nach Besuch des „Akkzessment-Zenters“ ein Harz IV Volksmusiker am Bass zur Begleitung zugeteilt war, schaffte es, diesen synkopenunerfahrenen Bassisten nach einigen Schwierigkeiten zu einer professionellen Interpretation von „Use Me“ und abschließend „Angel Eyes“ zu führen. Humorvoll, musikalisch anspruchsvoll, außergewöhnlich, ausbaufähig. Wir freuen uns auf ein komplettes Programm mit den beiden. Anhören lohnt sich (Mitschnitte).
Den Abschluss machten Dr. MOJO, die sich über den gefüllten Topf so freuten, dass sie von einer Zugabe zur anderen spielten und sich zum Schluss vor einem handverlesenen Publikum die Blues-Schiene verließen, und war im Flugzeug „I’m leaving on a Jet Plane“ – don’t know when I’ll be back agein – das wissen wir auch noch nicht, aber die beiden werden wir sicher noch öfters in der Katt sehen.
-DX
12. August 2009
Soulfood Selection
Leyla Al-Sakkaf – vocals
Robin Göbel – piano
Peter Berlau – Sax
Behrang Golshahii – drums
Achim Göbel – bass
Special guest: Jan Schwarte – git
Die erste Session nach der „Zwangspause“ lockte ein zahlreiches Publikum und eine fast ebenso große Anzahl von Musikern an einem der heftigeren Regentage ins Bistro – grillen ging eh nicht, Deutschland spielte gegen Aserbei-Wo?, aber das konnte man während des Aufbaus auch im Bistro auf der Leinwand verfolgen. Walter hatte dazu nur einen Kommentar: „müssen wir uns diesen Schwachsinn jetzt den ganzen Abend antun?“
Nee, mussten wir nicht, das Mädel (Leyla) und die Jungs hatten kurz vor acht tatsächlich die weite Reise bei diesem Sch…Wetter nach Wermelskirchen geschafft und leiteten die Session bei moderater Lautstärke mit einer Mischung aus Bar- und Wohnzimmerblues ein. Leyla Al-Sakkaf brachte diese Musik von ‚Fever’ über ‚Rehab’ (Amy Winehouse) und Summertime bis zu „The Thrill is Gone“ mit ihrer kräftigen Stimme authentisch rüber, Robin am Piano ist dabei eine Klasse für sich. Gefühlvoll unterstützte er den Leadgesang, manchmal solistisch abgelöst durch den ausgezeichneten Peter Berlau am Sax und Jan Schwarte an der Gitarre, dem man manchmal allerdings anmerkte, dass es nicht ‚so richtig abging’. Das lag sicher weniger am Bassisten – der Session Frontmann Achim Göbel stand dezent im Hintergrund am Bass – als am wohl nicht so erfahrenen Drummer Behrang Golshahii, der lieber auf dem Cajon spielt als auf einem kompletten Drum-Set.
Sei’s drum, spätestens bei ‚Minnie The Moocher’ und dem abschließenden ‚Sweet Home Chicago’ war auch das Publikum warm.
Bevor die Bühne dann für die Session freigegeben wurde, bewarben sich zwei Bands um einen Job als Opener: als erstes ‚Bootless’ aus Remscheid ( www.bootless-blues.de ), ein Power Rock Trio, dass sich an „The Blues“ von Henrik Freischlader wagte und diesem zumindest instrumental sehr nahe kam – Henrik’s Stimme allerdings kann man nicht covern. Das Publikum war begeistert über diesen ersten öffentlichen Auftritt der Band und darf sich auf die Truppe als Opener im nächsten Jahr freuen, genauso wie auf die zweite Band, die aus dem Sauerland angereist war (Attendorn, Lüdenscheid, Dortmund, Holland!).
The GAP – ( www.thegapmusic.de ) überraschten mit virtuosem Zusammenspiel von Harp und Gitarre, unterlegt von einer soliden Rhythmusgruppe, die die hervorragende Sängerin “Holly o’ Mally” zu einer grandiosen Blues-Performance begleitete.
Die Zeit lief weg, die Gitarren und Verstärker stapelten sich vor der Bühne, und als die Session nach der Piano-Einlage von Walter Schubert losging, gab es natürlich auch für Achim Göbel kein Halten mehr - gewohnt charmant, witzig und kompetent lockte er die Musiker mit abwechslungsreichem Programm auf die Bühne, ein eigener Blues als nachträgliches Geschenk für Clues Geburtstag* durfte nicht fehlen, bis sich das Bistro kurz vor Mitternacht so langsam leerte und die inzwischen eingetroffenen Jungs der ‚Rockfoundation’ aus Essen um Jürgen Wehmeyer sanft auf das Ende der Veranstaltung hingewiesen werden mussten.
-DX
*The True Blue Clue – download: http://www.dirxmusic.de/download/webclips/clue01.mp3
Background Voc: Anne Dierks
Text, Musik, Lead Voc, Hammond, Piano, dr+bass: Michael Dierks
ZZ-TOP im Bistro-Katt! Das war der Header im RGA, der die Opener der Blues-Session ankündigte. Auch bei den Originalen hätte es nicht viel voller sein können, bei schönem Wetter waren Biergarten und Bistro gut gefüllt, mit 10 min. Verspätung starteten die "Warum gerade Ich" ihre Session - Eröffnung mit viel Spielfreude und Professionalität, der der Liebe zum Original gut tat. Bandleader und Gitarrist Udo Lenz überraschte Publikum und Band mit erstmals getragenem ZZ-Top Outfit, allerdings ohne Bart. Das Publikum dankte mit Applaus und Spenden und darf sich auf ein Wiedersehen im Dezember zur Blues-Night freuen.
Weil die Jungs von weither kamen - Drummer Christian Lachmann kam extra aus Marburg - konnten sie nicht bis zum Schluss der Session bleiben und hängten ihr Schluss-Set gleich an ihre Eröffnung, die dann mit kurzer Pause in eine außergewöhniche Session überging.
Rolf Buschmann (git/voc), Anton Dydzik (git), Tim Dierks (dr), Michael Dierks (org), Helmut ? (harp) eröffneten das erste Set nach dem wie immer fetzigen Piano-Intermezzo von Walter Schubert, der Bass musste mit der linken Hand der Orgel nur einen Slow-Blues lang arbeiten, bis Session-Kollege Udo Marx dafür sorgte, dass sich die Musiker auf der nun kompletten Rhythmusgruppe austoben konnte.
Udo hatte nicht nur seinen kleinen Sohn, sondern auch seine Freundin mitgebracht, die "Stormy Monday" in "E" singen wollte, das sich letztlich aber als gänsehautmäßiger "Arztbesuch" mit einer Stimme zwischen Eva Cassidy und Aretha Franklin entpuppte - leider gab's nur ein Stück, dann musste der Kleine ins Bett.
Aber es gab ja noch andere Sänger (innen) - Anne Dierks üerraschte mit alten Rocksongs, mit kräftiger Unterstützung von Uli Böhmke (harp/voc), bis dann um 23:15 h die Rockfoundation mit Jürgen Wehmeyer (git/voc) und Tochter Sofia (Sax) aus Essen den "Abschluss" machten - um 00:30 h spielte Mic dann noch ein Abendlied auf dem Piano.
Gut, dass der darauffolgende Donnerstag ein Feiertag (Fronleichnam) war.
-DX
Alle geboren in Herne, der alten Stadt mit dem Namen 'Haranni', boten die Jungs im Bistro bei sauberem Sound eine Stunde 'Hurricane' Musik - Texas Blues, clean, straight, ohne viel Gerede, einfach nur Musik. Auch das Publikum im Biergarten gewöhnte sich irgendwann an die Lautstärke und hörte sich die gekonnte Vorstellung der vier Jungs dann im zum Schluss ihrer Vorstellung gut gefüllten Bistro an.
Erstmals war die Hammond nicht aufgebaut, weil die Hurricanes ihr eigenes Keyboard mitbrachten, dafür spielte das akustische Piano doch noch eine tragende Rolle, abwechselnd gespielt von Walter Schubert, Thommes Overbeck und Mic. Wolfgang Sass konnte ungehindert zeigen, was er an der Harp drauf hat. Für Klaus und Uli (Dr. Mojo) hoffentlich eine Entschädigung dafür, dass die Hurricanes ohne ihren Harper "BB Harpy" auftraten. Wolfgang wurde begleitet von Jan Schwarte (git), Mic (bass/piano), und JSB-Drummer Jok sowie zwei Saxophonisten (Fritz und ?) Walter Schubert sang zum Shuffle den Grönemeyer-Text der Curry Wurst: passte!
Auf dem Roland Keyboard gab es ein von Mic teilweise verbluestes "Whiter Shade of Pale" auf besonderen Wunsch eines Sängers aus Leverkusen, im weiteren Verlauf kamen dann noch Ulli Böhmke, Ralf Bernscheid und Hurricane-Drummer Harry "Rocking" Dickmann nebst Bassist Reiner Ries auf die Bühne, um die Session stimmungsvoll zu Ende zu bringen.
Das wäre beinahe gegen 22.30 h der Fall gewesen, wenn nicht "Rock 'n' Rolf" Heckenberger - bass, Anton "Stringbender" Dydzik - Gitarre und Jürgen "Killergitarre" Wehmeyer, Gitarre und Gesang aus Essen eingefallen und die Bühne geentert hätten, womit die Hurricanes ohne ihren Absacker dann zu später Stunde froh und zufrieden über einen gelungenen Auftritt und Session-Abend wieder nach 'Haranni' zurückfuhren - als heiße Kandidaten für dn 4.12.
-DX
Zwar spät, aber er kommt, der Bericht über die letzte Session vom April mit Marvin Becker's Blue Line.
Eine glänzend aufgelegte Truppe mit Profis aus Wuppertal, die ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum mit Stücken feierten, die sie "schon seit 30 Jahren zusammen spielen". Sie spielten "Jazz, der sich anhört wie Blues" und "Blues, der sich anhört, wie Jazz" und der "deswegen immer gleich klingt.
Das wegen der Osterferien nicht so zahlreich erschienene Publikum (ca. 60) schien das nicht so zu sehen, es gab ausreichend Szenenapplaus für die Performance der vier, die keine Gitarre dabei hatten (für eine Blues-Session schon fast frevelhaft). Dafür hatte Roman Babik sein vermutlich 30 Jahre altes Hohner Pianette mit, das er - locker platziert auf der Hammond - ebenso locker spielte und die Klangfarbe einer Leadgitarre durch die Mischung zwischen Fender-Rhodes, Wurlitzer und weichem Clavinette gut ersetzte. Den Jungs hat es sichtlich Spaß gemacht, ihr "Stormy Monday", "Work Song" oder "Dock of The Bay" hat man in dieser Form auf Blues-Sessions selten gehört.
Die Übergänge zur Session übernahm wieder der "Mann am Klavier", Walter Schubert - Gregor Hilden stellte sich dem Wermelskirchener Publikum erstmals vor und hatte die Sympathien auf seiner Seite. Nicht nur musikalisch, sondern auch kollegial führte er souverän die Session mit Jan Schwarte, Matthias Fingscheid (dr), Michael Regenbrecht (b), Walter Schubert (p), Michael Dierks (org) und darf sich sicher sein, dass sein Auftritt am 23. Mai mit Harriet Lewis in der Katt viele Bluesfreunde anlocken wird.
Ralf aus Essen kam anschließend zusammen mit zwei Saxofonisten (Manfred Isenberg und ??) auf die Bühne, wieder begleitet von Jan und Michael Regenbrecht. In Ermangelung eines Drummers musste Michael Dierks sich hinter das Gerät setzen - zunächst ohne Stöcke, bis ihn ein Feedback zur Technik rief (oder war's ein Pfeifen) und Matthias Fingscheid von der 'Blue Line' ein Erbarmen hatte.
Ein netter Abend mit sehr viel guter Musik und weiteren Kandidaten für die Blues Night am 4. Dezember.
-DX
Außergewöhnlich gut besucht - mit fast 150 Besuchern, darunter ca. 25 Musikern (einschl. Opener) hatten wir ein mehr als volles Haus mit einem sehr abwechslungsreichen Programm. Die Abwechslung konnte man wörtlich nehmen: es hatte sich eine junge Nachwuchsband aus Wermelskirchen namens "Out Of Names" angemeldet, um einige Stücke aus ihrer ersten CD vorzustellen. Kein Blues, aber melodiösen Rock von weich bis hart brachten die vier Jungs mit - und ca 30 - 40 Fans trugen zur Füllung des Bistros bei. Dass diese auch das Durchschnittsalter des Publikums drastisch senkten, war an dem Tag, an dem in Winnenden ein 17-jähriger Schüler 15 Menschen erschoss, erfreulich - zumal auch das junge Publikum so Gelegenheit hatte, eine 'richtige' Blues-Session mitzuerleben und später sichtlich Gefallen an dieser ursprünglichen Musikart fand.
Die Opener Flat Blues Ltd. spielten sehr lässigen, groovigen Chicago Blues mit hoher Spielfreude und gutem Miteinander. Man merkte, dass hier nicht nur Hobbymusiker am Werk waren - das Publikum hatten sie schnell auf ihrer Seite "das war eine der besten Bands, die hier waren" - meinte jemand. Sicher heiße Kandidaten für die Bluesnight im Dezember. Auch wenn er oft verwechselt wurde: Am Schlagzeug saß NICHT Klaus Stachuletz von Dr. MOJO!
Die Pianozwischenspiele von Walter Schubert sind immer gute Überleitungen, es macht von Mal zu Mal mehr Spaß, ihm zuzuhören. Nach seinem ersten Intermezzo kamen die vier Jungs von "Out Of Names" auf die Bühne und freuten sich nach dem ersten Stück über "ihren weltweit ersten Applaus" - es war nämlich ihr erster öffentlicher Auftritt. Merken konnte man das nicht wirklich, und natürlich gab's auch eine Zugabe. Mehr von der Band unter www.outofnames.de.
Die Soundneutralisierung übernahm dann Mic am Piano, nachdem er verzweifelt die zahlreich versammelten Musiker gebeten hatte, auf die Bühne zu kommen. Aber weder die Mannen der Open Blues Band noch Peter Driessen, geschweige denn die Jungs von Rubber Soul und VIRUS bewegten sich zur Bühne - warum? Schwer zu ergründen.
Didi (Bass) und Ralf (Schlagzeug) wurden dann von Uwe am Sax und Mic an der Hammond unterstützt, es fehlten immer noch Sänger und Gitarristen, bis sich der fabelhafte "Paddy" Zimmermann an der Gitarre erbarmte und mit einem Slow Blues erster Sahne eine Viertstunde lang zeigte, wie Blues geht. Paddy ist Profi, aber banddienlich, zurückhaltend und gibt dann doch in den richtigen Momenten die für die Band nötigen Impulse, die dann wieder die Solisten zur Höchstform auflaufen ließen.
So angeturnt konnte es sich dann selbst ein unbekannter Sänger nicht verkneifen, eine überraschend gute Improvisation zum Besten zu geben, und Manni Kremers lieferte sich anschließend mit Flat Blues Harper Thomas Gottschalk (ja, so heißt er wirklich) packende Harp Battles auf der Rhythmusbasis von Tim Dierks (Schlagzeug) und Kai Stark (Bass). Da konnte sich auch Siegmar Held nicht von der Hammond fernhalten und Walter Schubert beteiligte sich mit einem improvisierten deutschen Text an dieser Nummer.
Bevor dann Flat Blues Ltd. ihrem Geschäftsabschluss vornehmen konnten, beruhigten Mic und Anne Dierks mit 'Georgia' die Gemüter.
Eine außergewöhnliche Session auf hohem Niveau, abwechslungsreich, die ca. 15 "Erstbesuchern" der Session in Wermelskirchen das Versprechen entlockte "wir kommen wieder". So soll's sein.!
Mic